Christine Senfft
EFT-Coach
EMF-Practitioner
Lebensberatung und Persönlichkeits­entwicklung

Christine Senfft ist überzeugt von der neuen Methode EFT — Ob beim Kind oder Manager: Sie löst Blockaden - 05.11.2011, nordbayern.de

Lassen sich Ängste einfach wegklopfen?
Vor einigen Jahren sah Christine Senfft eine Sendung mit Fensehpfarrer Jürgen Fliege zur "sanften Medizin". Dort bewies ein Psychologe, dass Höhenangst durch Beklopfen von Akupressurpunkten am Körper aufgelöst werden kann. Nicht nur diese Angst, sondern auch viele andere: Vor Prüfungen, vor Chefgesprächen, bei Mobbing, vor dem Zahnarzt, vor Hunden. "Das hat mich so fasziniert", sagt Christine Senfft


Christine Senfft spricht vor und klopft vor: Seitlich am Kopf, am Mund, auf der Thymusdrüse, seitlich vom Oberkörper — wo Meridian-Endpunkte sitzen.
Foto: H. Bösl

  Sie machte Kurse und hilft nun seit vielen Jahren selbst mit dieser EFT-Methode, die aus der Kinesiologie stammt. Sie gibt auch Kurse an der Bayreuther VHS zum Selbstanwenden von EFT.

PEGNITZ — Christine Senfft war Fachlehrerin für Textilgestaltung und Hauswirtschaft. Sie war lange Seminarleiterin und unterrichtete in der Berufsfachschule. Also alles ganz normal. Aber in ihrem Privatleben wurde sie von drei großen Krisen geschüttelt. Rückblickend gab ihr jede etwas — bis hin zum festen Vertrauen in die Zukunft. Denn diese Krisen brachten sie auch zu den "Techniken für Gefühlsfreiheit", zu EFT (Emotional Freedom Techniques). Diese Klopfmethoden waren in den achtziger Jahren von dem amerikanischen Psychotherpeuten Roger Callahan zufällig entdeckt worden. Sein Schüler Gary Craig vereinfachte den Weg.

Callahan hatte sich mit dem Meridiansystem befasst, das die Chinesen schon lange kennen. Er beklopfte die Meridian-Endpunkte am Körper und lud den Klienten gleichzeitig ein zu sprechen. Es sind Sätze, die das momentane Gefühl zu einem Problem benennen und parallel Selbstbewusstsein heben. Der Klient dringt durch viele Überlagerungen hinab zu einer Kernstörung.

Christine Senfft machte sehr viele Schulungen und hat jetzt als EFT-Beraterin die interessantesten Erfahrungen. "Es kommen erstaunliche Sachen hoch. Meistens sind Bilder aus der Kindheit der Kern, Schuldgefühle gegenüber den Eltern und Freunden." Es sind Relikte aus Erziehungsfehlern.


Gegen Übelkeit im Pendolino

Christine Senfft erzählt, welche Themen sie sich selbst wegklopfte. Zum Beispiel ihre Übelkeit im schwankenden Pendolino, Angstzustände im chaotischen Verkehr von Palermo, Nachtfahrangst, Furcht vor engen Autobahnbaustellen, vor Unfällen — weil sie zwei Unfälle kurz hintereinander miterlebt hatte.

Ihre Patienten sind oft Manager. Einer litt beim Autofahren unter Panikattacken und war auch nach drei Jahren in der Psychotherapie nicht weiter gekommen. Jetzt sitzt er ruhig am Steuer. In einem anderen Fall kam eine übergewichtige Frau, der ein Wort des Vaters unbewusst zu schaffen machte: "Iss, damit was aus dir wird!" Sie zog außerdem mit ihrem Übergewicht einen dicken Schutzmantel um sich.

Christine Senfft behandelte auch viele Kinder, vom Schrei-Baby bis zum Jungen, der Angst vor der Schule hatte. Es war aber die Angst, vor seinem Vater zu versagen. "Ich hab auch die Mutter mitbehandelt. Da kommen nämlich noch andere Dinge raus."

Sie half Geschäftsleuten gegen Existenzangst ("danach kam so viel Kreativität hoch!"), einem chronisch insolventen Kaufmann ("er konnte keine Rechnungen schreiben") und Männern mit Furcht vor dem Zahnarzt ("die sind jahrelang nicht hingegangen und nach ein, zwei Sitzungen geht’s").

Flugangst, Spinnenangst, Beziehungsnot: Lässt sich alles wie beim Radio mit einem Knopfdreh in der Frequenz ändern, von der tiefen, beängstigenden Frequenz zur hohen, befreiten Stufe?

Christine Senfft verneint. Denn mancher lehnt EFT unbewusst ab. Mancher zieht auch aus seiner Krankheit einen Gewinn, den er nicht abgeben will — zum Beispiel die Aufmerksamkeit seines Umfelds. Und wenn seine Ängste tiefer in die Depression reichen, muss er zum Facharzt.


Auch Rauchern ist zu helfen

Gerne arbeitet sie mit Führungskräften. Denn sie können sehr präzise ihre Ängste formulieren und sind offen für Neues. "Wenn so ein Mann nach einigen Sitzungen mit EFT Probleme behebt, die jahrelangen Therapien widerstanden haben, ist das schon ein großer Erfolg für diese Technik", so Christine Senfft.

Bei Rauchern kommt sie sehr gut voran. Doch es gab auch den Fall, wo sie nicht weiter behandeln wollte. Denn hier deckte die Sucht Schlimmeres zu.

Gern befasst sich Christine Senfft auch mit hyperaktiven Kindern, weil ihr eigener Sohn betroffen war: "Das war eine sehr schwierige Zeit für mich."

Nach zwei Jahren hatte sie bei ihm wegen der Nebenwirkungen das Medikament Ritalin aufgegeben. Damals war er neun Jahre alt. Aber sie fand erst eine gute Homöopathin, als er 17 wurde.
v Diese Münchener Ärztin stellte bei ihm über Bioresonanz eine Milcheiweißallergie fest — vielleicht deshalb, weil er zu kurz gestillt worden war. Die Ärztin behob diese Allergie innerhalb von sechs Wochen mit Globuli. Der Junge war danach wie ausgewechselt.

„Von da ab war er ein anderer Mensch“, sagt seine Mutter. "Auch das kann man heute klopfen. Allerdings sollten hier vor allem die Eltern die Technik lernen."


Sogar bei Tieren hilft’s

Dass man nicht an EFT "glauben" muss, beweist die Tatsache, dass die Methode auch an einem nicht mehr reitbaren Pferd mit Unfalltrauma wirkte. Es lässt sich wieder reiten. Ebenso konnte Christine Senfft einer verhaltensgestörten Katze helfen und in diesem Sommer einem verletzten Reh den Schock wegklopfen.

Zur Klopftechnik gibt es inzwischen viele Bücher und das Internet informiert, so dass es jeder selbst lernen kann. Auch schicken Ärzte austherapierte Fälle zu EFT-Fachleuten. Aber der große Durchbruch fehlt. "Vielleicht, weil nichts damit verdient ist, weil es zu schnell hilft?"

Christine Senfft nimmt selbst niedrigste Stundensätze. Auch Hartz IV-Betroffene sind willkommen. "Für sie lässt sich immer etwas arrangieren. Mir ist es wichtig, helfen zu können. Dafür habe ich dieses gute Werkzeug gelernt."

tk

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